Aktuelles
Divan-Stammtisch
Unser Treffen findet 14-tägig mittwochs statt, momentan in den geraden Kalenderwochen an wechselnden Orten. Lockerer Austausch und Essen (wer möchte) ab 19 Uhr, ab 20 Uhr wenden wir uns unseren Themen des Abends zu. Unseren nächsten Termin finden Sie hier.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen!
Die lange Nacht der Demokratie am 2. Oktober 2026
DIVaN ist mit von der Partie in Kooperation mit der Stabsstelle für Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Vaihingen an der Enz
Wir wollen die Veranstaltung nutzen um das Format "Sprechen und Zuhören" in Vaihingen vorzustellen und einzuüben. Außerdem werden wir die westlichen Werte, unsere Demokratie und deren praktische Umsetzung kritisch unter die Lupe nehmen und eventuelle Widersprüche aufzeigen. Hierfür haben wir das Format noch nicht festgelegt, aber wir sind ausgiebig und vertieft in der Diskussion und freuen uns um Mitstreiter:innen.
Schirmherr und Ideegeber der Veranstaltung sind u. a. die Volkshochschulen, die Landeszentrale für politische Bildung und die Allianz für Beteiligung, Baden-Württemberg. Weitere Infos zur
Veranstaltung gibt es hier:
https://www.langenachtderdemokratie-bw.de/
European Peace Project 2026 "Wir feiern für den Frieden" am Samstag, den 09. Mai 2026 um 17 Uhr - hat bereits stattgefunden
Ein kurzer Rückblick
Gemeinsam mit dem Vaihinger Friedensstammtisch waren wir auch dieses Jahr wieder mit von der Partie: Bei schönstem Wetter und in dem zauberhaften Ambiente oben vor dem Eingang der Peterskirche proklamierten wir gegen 17 Uhr das diesjährige Friedensmanifest mit Ergänzung zum zum Iran und Libanon (siehe unten). Die "Ode an die Freude" und "Wo sind sie geblieben", gemeinsam gesungen, bildeten den musikalischen Rahmen. 13 Personen hatten sich eingefunden, also rund 67 weniger als letztes Jahr. Wir fragen uns: Wo sind sie geblieben, die Friedensfreund:innen? Die weltweite Situation hat sich seither eher verschlimmert als verbessert und dennoch weniger Teilnehmende? Wir wissen es nicht und hoffen nur, dass das keinen resignierten Rückzug bedeutet. Wir bei DIVaN werden uns jedenfalls weiterhin für Frieden einsetzen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter https://europeanpeaceproject.eu/
Unser Manifest 2026 (gegenüber dem Original geändert)
Heute, am 9. Mai 2026 – mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa, der 60 Millionen Menschen das Leben kostete, darunter 27 Millionen Sowjetbürgern, erheben wir, die Bürgerinnen und Bürger Europas, erneut unsere Stimmen!
Wir verfolgen mit Sorge, dass die meisten europäischen Regierungen und die EU seit unserer Ausrufung im letzten Jahr den Weg der Diplomatie mit Russland zur Beendigung des Krieges in der Ukraine immer noch nicht einschlagen wollen.
Wir sind entsetzt, dass ein Krieg, der schon zu vielen Menschen auf beiden Seiten der Front das Leben gekostet hat, weiter verlängert wird, in dem wahnwitzigen Versuch, Russland zu „ruinieren“ oder Zeit für den augenblicklichen Poker um die Neuaufteilung der Welt zu schinden.
Wir betrauern diesen sinnlosen Krieg in der Ukraine, der Europa heute zerfurcht und erinnern laut:
Europa muss einstehen für: Nie wieder Krieg!
Wir sind alarmiert, dass die EU inzwischen unbescholtenen Bürgern, kritischen Buchautoren und Journalisten auf Sanktionslisten setzt. Ihnen werden ohne Gerichtsverfahren die Bürgerrechte und die Existenzgrundlage entzogen. Damit werden Rechtsstaat und Meinungsfreiheit in Europa auf unerträgliche Weise geschädigt!
Wir sind irritiert, dass immer noch eine geeinte, tragfähige und zukunftsweisende Antwort der EU-Mitgliedsstaaten auf die neue US-Sicherheitsstrategie fehlt.
Schluss mit der Unterwürfigkeit der EU sowie der europäischen Regierungen gegenüber den USA, welche internationales Recht in Venezuela und Iran mit Füßen tritt und Europa verhöhnt. Die sogenannte westliche Weltordnung scheitert an ihren Doppelstandards. Wir brauchen ein neutrales, von den USA emanzipiertes Europa, das eine vermittelnde Rolle in einer multipolaren Welt einnimmt. Gemeinsam mit den BRICS-Staaten muss Europa das Völkerrecht und die UN-Charta stärken und eine Brücke zwischen Ost und West bilden!
Wir treten für eine neue Europäische Sicherheitsarchitektur mit Russland ein. Wir strecken den Bürgerinnen und Bürgern der Ukraine und Russlands die Hand aus. Ihr gehört zur europäischen Familie!
Wir, die Bürger Europas, erklären hiermit: Wir sind nicht im Krieg, weder mit Russland noch mit irgendjemandem sonst! Wir machen bei den zunehmend absurden Kriegsspielen nicht mit und wir werden jeden Tag mehr! Wir machen aus unseren Kindern keine Soldaten und aus unseren Ländern keine Schlachtfelder.
Wir werden nicht zusehen, wie unsere Zukunft und die unserer Kinder auf dem Altar der Machtpolitik geopfert werden und das schöne Europa sich selbst stranguliert!
Es lebe Europa, es lebe der Friede, es lebe die Freiheit!
Unsere Ergänzung zu Iran (und Libanon) für das Manifest 2026
Als Bürgerinnen und Bürger Europas verurteilen wir an diesem 9. Mai 2026 auch den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Israels und der USA auf den Iran von Anfang März und Israels Krieg gegen
den Libanon.
Nicht allein der unprovozierte Angriff ist völkerrechtswidrig, sondern die vorrangig bombardierten zivilen Ziele (Schulen, Universitäten, Brücken, Häfen, Eisenbahnlinien, Wohngebäude) sind Kriegsverbrechen. Israel macht im Süden Libanons ganze Ortschaften platt und sprüht Gift auf Felder. Trump dohte dem Iran, seine Zivilisation zu zerstören und es in die Steinzeit zurückzubefördern.
Rechtsextreme israelische Minister sagen ganz offen, dass sie ein Großisrael zum Ziel haben. Sie berufen sich dabei auf das Alte Testament. Manche beanspruchen die von Israel besetzten
palästinensischen Gebiete (Gaza und Westjordanland), Ostjerusalem, die Sinai-Halbinsel und die annektierten syrischen Golanhöhen. Andere wollen Israel auch auf Teile Jordaniens, Libanons,
Ägyptens, Iraks, Syriens und Saudi-Arabiens ausdehnen.
Fassungslos macht uns die unbeschreibliche Doppelmoral von westlichen Regierungen, allen voran der Bundesregierung bei Verstößen gegen Völkerrecht und Menschenrechte.
Der Atomwaffensperrvertrag erlaubt jedem Land die Urananreicherung für die zivile Atomkraft. Dieses Recht soll dem Iran nicht zugestanden werden, weil ihm vorgeworfen wird, an Atomwaffen zu
arbeiten. Israel, Pakistan und Indien besitzen Atomwaffen. Israel hat den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet und lässt keine internationale Kontrolle seiner Atomanlagen zu.
Der Iran verlangt seit zwei Jahrzehnten die Zusicherung, nicht angegriffen zu werden. Die Zusicherung hat der Iran von den USA nie erhalten.
Die von den USA geführten Kriege der letzten 25 Jahre gegen Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien und jetzt den Iran zeigen eindeutig, es geht nicht um Menschen-rechte und Demokratie, sondern um die
Kontrolle der weltweiten Öl- und Gasvorräte und deren Transitrouten, auch um Chinas Aufstieg zu stoppen. Es geht aber auch um uns, um unsere Versorgung mit Öl, Gas und wichtigen
Rohstoffen allein von der Gnade der US-Regierung abhängig zu machen.
Wir fordern von der Bundesregierung und unseren Volksvertretern:
→ Sorgen Sie für den Stopp aller Waffenlieferungen an Israel, solange Israel seine illegalen Angriffe gegen Palästina, Libanon und Iran weiterführt.
→ Verbieten Sie die Nutzung der US-Basis in Ramstein in der Pfalz für den US-Krieg gegen den Iran.
→ Halten Sie sich an das Friedensgebot des Grundgesetzes. Machen Sie sich nicht mitschuldig an illegalen Kriegen.
Hier finden Sie einen kleinen Rückblick auf unsere Aktion im Rahmen des European Peace Projects 2025:
Wir feiern für den Frieden am 9.5.2025 - Rückblick
Rund 80 Menschen allen Alters waren unserem Aufruf gefolgt, gemeinsam das Vaihinger Manifest im Rahmen des "European Peace Project" zu feiern. Zum Auftakt stimmte uns ganz spontan Carola Kupke
mit bezaubernden Tönen aus ihrer Flöte ein. Vielen Dank dafür!
Anschließend haben wir wie geplant um Punkt 17 Uhr - wie an vielen anderen Orten in Europa - unser Manifest gemeinsam proklamiert und danach noch vier leicht angepassten
Strophen aus dem Lied "Ode an die Freude" zu Josef Foglszingers unterstützender Gitarrenbegleitung erklingen lassen.
Unser Angebot des offenen Mikrofons wussten einige zu nutzen für Sachliches, Politisches und sogar Poetisches. Das Friedensbäumchen war am Ende reichlich mit Friedens-Wunschkärtchen
bestückt und die wunderbaren Kekse in Form von Friedenstauben hat man sich gerne untereinander aufgeteilt.
Etwas über die Hälfte der Teilnehmer:innen verweilten noch zum lockeren Austausch. Am Ende verbanden sich alle in einem großen Kreis zu den Klängen von Philipp Richters Lied "Friedensbaum".
Welch würdiger Abschluss für diese aus unserer Sicht gelungene Friedensfeier in Vaihingen zum Europatag und 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus!
Wer ein Google-Konto hat, kann sich hier die Videos anschauen.
Ostermarsch Baden-Württemberg in Stuttgart: "Friedensfähig statt kriegstüchtig! - Wir stehen auf gegen Militarismus und Sozialabbau!
Zur gemeinsamen Zugfahrt nach Stuttgart um 11:11 Uhr treffen wir uns für mögliche Gruppentickets ab 10:55 Uhr am Haupteingang des Vaihinger Bahnhofs.
Friedenstüchtig - Wie wir aufhören können, unsere Feinde selbst zu schaffen
Fabian Scheidler im Gespräch mit DIVaN
Am 27. Januar war Fabian Scheidler bei DIVaN zum Gespräch über sein neues Buch. Rund 40 Personen folgten der Einladung in den Keller der Stadtbücherei und lauschten nicht nur interessiert Scheidlers Ausführungen zum Thema, sondern stellten im Anschluss ihre teilweise durchaus auch kritischen Fragen. Hier das Video, falls Sie nicht dabei sein konnten oder nochmal nachschauen möchten.
Fabian Scheidler ist Autor u.a. des Bestsellers "Das Ende der Megamaschine -
Geschichte einer scheiternden Zivilisation". Sein neues Buch mit dem Titel "Friedenstüchtig - Wie wir aufhören können, unsere Feinde selbst zu schaffen" ist Mitte Oktober erschienen und wird vom Verlag wie folgt angekündigt:
"In seinem neuen Buch warnt Fabian Scheidler davor, unsere sozialen und demokratischen Errungenschaften einer schrankenlosen Militarisierung und einem permanenten Ausnahmezustand zu opfern. Dabei zeigt er in einer präzisen Aufarbeitung aktueller Konflikte, wie die Feinde, die bekämpft werden sollen, zu einem großen Teil durch die Politik selbst geschaffen wurden. Angesichts der Herausforderungen unseres Jahrhunderts weist das Buch Wege zu einer neuen Friedensordnung." (Promedia Verlag, Wien 2025)
Wahlkreistag: "Bürger*in und Politik im Gespräch" am 31. Januar 2026 in Vaihingen an der Enz
Foto: VKZ - Albert Arning
Die Kleingruppe um MdB Macit Karaahmetoglu tagt noch, während die anderen Kleingruppen sich schon aufgelöst haben.
Divan-Mitglieder im Rathaus beim Eintüten von 600 Einladungen an die ausgelosten Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren aus allen Stadtteilen.
Vielen Dank an dieser Stelle an Frau Burgey von der Stadtverwaltung, die alles bestens gestaltet, ausgedruckt und vorbereitet hat, aber auf dem Foto leider nicht dabei ist.
Foto: VKZ - Michael Banholzer
In Kooperation mit der Regionalgruppe Vaihingen der Gemeinwohlökonomie Baden-Württemberg e.V. und der Stadtverwaltung Vaihingen, Stabsstelle für Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung richteten wir Ende Januar den Wahlkreistag im Aufenthaltsraum des Friedrich-Abel-Gymnasiums aus. Das Pilotprojekt wurde von der Allianz für Bürgerbeteiligung BW initiiert und wird von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert.
Aus 600 per Zufall ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern hatten sich 25 Teilnehmer:innen angemeldet, um sich einen Tag lang in einem respektvollen und wertschätzenden Dialog mit ihren politischen
Vertreterinnen und Vertretern aus dem Gemeinderat, Land- und Bundestag unseres Wahlkreises auszutauschen. Von den angemeldeten 25 Bürger:innen waren fast alle gekommen, es gab nur eine Absage
wegen Krankheit. Zusätzlich hatten wir noch beim Jugendgemeinderat und drei weiterführenden Schulen in Vaihingen angefragt, um auch die jüngeren Generation einzubinden. Die beiden
Jungendgemeinderätinnen Leah Henkel und Lucia Rehm haben die Einladung angenommen. Von den Schulen haben wir leider keine Antwort erhalten.
Vom Vaihinger Gemeinderat sind dabei gewesen: Nikolaos Boutakoglu (AfD), Michael Braun (BbV), Anita Götz (SPD), Oliver Luithle (Wir in Vaihingen), Reinhard Wahl (Bündnis 90/Grüne) und Peter
Schimke (Die Linke).
Weiterhin kamen die folgenden Vertreter:innen aus dem Bundes- und Landtag:
Dr. Sandra Detzer (MdB, Grüne/Bündnis 90), Macit Kraahmetoglu (MdB, SPD) und Konrad Epple, (MdL, CDU). Martin Hess (MdB, AfD) hat als seinen Vertreter Nikolaos Boutakoglou (Stadtrat in Vaihingen,
Mitglied des Kreistages und Regionalrates,Landtagskandidat) benannt und für die FDP war Helena Herzig (Ortschaftsrätin für Ditzingen-Hirschlanden und Landtagskandidatin) gekommen.
Das benutzte Format "Sprechen und Zuhören" das vom Verein Mehr Demokratie e. V. zusammen mit Thomas Hübl entwickelt wurde, wurde von den Beteiligten als wohltuend im politischen
Diskurs erfahren: eher verbindend als trennend, eher friedvoll als streitbar. Frau Susanne Socher von Mehr Demokratie hat den Tag moderiert. Insgesamt bewerten wir den Tag als positiv und haben
auch sehr viele positive Rückmeldungen bekommen. Leider hat es mit der Zusammensetzung der Kleingruppen nicht so geklappt wie geplant. Es sollte sich jeweils ein Mandatsträger mit drei gelosten
Bürger:innen austauschen. Warum sich Frau Detzer, Herr Epple und Herr Boutakoglou zusammen mit einer Jugendgemeinderätin in einer Gruppe gefunden haben, bleibt vorerst ein
Rätsel.
Die VKZ berichtete im Vorfeld am 18.12.25 unter dem Titel "Vaihinger Bürger werden zufällig ausgewählt und können an einem Pilotprojekt
teilnehmen" und im Nachhinein am 29.01.26 unter dem Titel "Intensive Gespräche mit Politikern und Bürgern beim Vaihinger
Wahlkreistag" Online hinter der Bezahlschranke, hier zum Download:
Vortrag: Roland Tichy "Wer lenkt wen? - Medien, Mensch, Ki
Am 26.11. besuchten wir den Vortrag von Roland Tichy in Birkenfeld.
Unser Mitglied Elke Schenk hat dazu einen kleinen Bericht geschrieben:
"Die Schwarzwaldhalle (Sporthalle) in Birkenfeld (Nordschwarzwald) war mit ca. 500 - 600 Besuchern gefüllt. Viele kamen von weit her.
Organisiert war die Veranstaltung vom Verein weitblick birkenfeld, der sich gegen 6 Windkraftanlagen im Gemeindewald eingesetzt hat. Es gab einen Bürgerentscheid, den die Gegner gewonnen haben.
Tichys Thema / Titel: You are the media, (Elon Musk). Hypothese: Technische Neuerungen verändern die Medien, den Zugang der Menschen zu Informationen und stellen die Deutungshoheit der Herrschenden in Frage. Beispiele: Erfindung des Buchdrucks im Zusammenhang mit Luthers Bibelübersetzung; heute: das Internet, das die Abhängigkeit von ÖRR oder Leitmedien ablöst.
Aufgrund nur weniger zur Verfügung stehender Frequenzen sei es Auftrag des ÖRR, eine inhaltliche Ausgewogenheit herzustellen. Das sei nicht mehr der Fall, ÖRR und Leitmedien - aber Tichy kritisierte v.a. den ÖRR -sie seien von links-grünen Netzwerken durchsetzt. Eine offene Diskussion über strittige Themen sei nicht mehr möglich bei Themen wie Klimawandel, Energieversorgung, Migration, Deutschlands Deindustrialisierung.
Die Regierungen in Deutschland und der EU versuchten, die Informationskanäle der Bevölkerung zu kontrollieren und kritische Aussagen, ja sogar Satire, zu kriminalisieren und zu verfolgen. Infolge des Digital Services Act der EU werden von nationalen Behörden vertrauliche Hinweisgeber ernannt, die die Meldungen in sozialen Netzwerken durchsuchen und aus ihrer Sicht kritikwürdige Aussagen den staatlichen Behörden melden. Die EU plane mit dem Democracy Shield EU-Kritik zu unterbinden. Mit der geplanten Chatkontrolle könne jede private Kommunikation überwacht werden, das Briefgeheimnis in der digitalen Kommunikation würde aufgehoben.
Was diese Position angeht, konnte man ihm ja zustimmen; wer die Medienlandschaft und Politik seit Jahrzehnten verfolgt, stellt die Einschränkung des Meinungskorridors und die Verfolgung von regierungskritischen Aussagen als verfassungsfeindlich unweigerlich fest.
Problematisch war - abgesehen von einem schlampigen Präsentationslayout - , dass Tichy fast keine Belege, keine Zahlen, Daten, Zitate zur Unterfütterung genannt hat. Teilweise fehlten mir auch die korrekten Begriffe, unter denen die Opposition und sogar soziale Hilfsprojekte verfolgt werden (Fäsers verfassungsrechtliche Delegitimierung des Staates, Verschärfung des Strafrechts über den Tatbestand Verharmlosung eines Angriffskrieges).
Es fehlte auch, was von der Ankündigung her erwartbar war, einmal darzustellen, wie die Entscheidungsprozesse in den Redaktionen ablaufen, wo genau die Gatekeeper sitzen, (es wurde nur ein unscharfes Bild von einem Schiff in der Schleuse gezeigt), wie Politiker Einfluss nehmen oder andere finanzkräftige Stellen, transatlantische Netzwerke (siehe Uwe Krüger dazu), ganz zu schweigen von unseren dienstbaren Freunden (siehe Erich Schmidt-Eenboom).
Vollends kippte seine Glaubwürdigkeit in Richtung platter Parolen, als er immer wieder von links-grünen Netzwerken sprach, die nicht nur den ÖRR dominierten, sondern auch in Leitmedien wie die FAZ vorgedrungen seien (ein großer Teil der TAZ-Journalisten sei mittlerweile bei der FAZ untergekommen, was er als Beleg für die links-grüne Wende der FAZ ansieht und nicht für das Aufgeben linker und pazifistischer Positionen der TAZ). (Nebenbei: die FAZ hatte immer ein vergleichbar breites Meinungsspektrum abgebildet mit konservativem Politikteil, wirtschaftsliberalem Wirtschafts-und Finanzteil und progressivem Feuilleton). Diese links-grünen Netzwerke profitierten auch von dem Aufbau von Windrädern und PV-Parks.
Die Kritik aus unseren Reihen, dass er mit den platten Etikettierungen von links-grün der Realität nicht gerecht werde (von der Leyen ist sicher nicht grün und schon gar nicht links bspw.) und er
sich genau so verhalte, wie die Seite, die er kritisiere, die alle Kritik an Regierungsmaßnahmen reflexartig als rechts diffamiere, hat er nicht verstanden oder übergangen."
Unser Fazit: Alles in Allem für uns eher eine Veranstaltung ohne großen Erkenntnisgewinn. Schade.
Unterstützungsunterschriften für Landtagswahl am 8. März 2026
Wir rufen dazu auf, unabhängig von der eigenen Wahlentscheidung, einer neuen Partei eine Unterstützungsunterschrift für die Landesliste und/oder einen Direktkandidaten für den Vaihinger Wahkreis zukommen zu lassen. Denn in der Regel bringen neue Parteien zusätzliche thematische Schwerpunkte in die Parlamente, das bereichert unseren demokratischen Diskurs.
Hintergrund:
Eine Demokratie lebt auch mit Veränderungen in der Parteienlandschaft. Erstmalig haben die Wählerinnen und Wähler bei der Landtagswahl am 8. März 2026 nun zwei Stimmen: eine für die Partei, die mit ihrer Landesliste antritt und eine für Kandidatinnen und Kandidaten, die im Wahlkreis antreten. Im Vorfeld kann die Bürgerschaft dabei helfen, Parteien oder Direktkandidaten neu in den Landtag zu bringen und dadurch die Vielfalt des Landtages zu erhöhen. Das passiert durch sogenannte Unterstützungsunterschriften, die auf einem Formblatt zu leisten sind.
Parteien, die bisher nicht oder seit der letzten Wahl nicht durchgehend mit mindestens fünf Personen im Landtag vertreten sind, müssen jeweils mindestens 2.000 Unterschriften sammeln, um zur Wahl mit einer Landesliste zugelassen zu werden. Direktkandidaten dieser Parteien benötigen mindestens 150 Unterstützungsunterschriften in ihrem jeweiligen Wahlkreis.
Ganz wichtig: Unterstützungsunterschriften können nur Personen leisten, die zum Zeitpunkt der Unterschrift wahlberechtigt sind. Außerdem dürfen Wahlberechtigte pro Wahl insgesamt nur maximal zwei Unterstützungsunterschriften abgeben, und zwar je eine für einen Wahlkreiskandidaten und eine für die Landesliste einer Partei. Weitere Unterschriften für andere Wahlkreiskandidaten oder andere Parteien sind nicht zulässig und führen dazu, dass alle Unterstützungs-unterschriften dieser Person ungültig sind.
"Nie wieder Krieg" - Friedensdemo in Stuttart am 3. Oktober 2025
Rund 20.000 Menschen folgten für Berlin dem Aufruf für die Friedensdemonstration am 3. Oktober. In Stuttgart waren es circa 15.000 Menschen. Rund 500 Initiativen, Gruppen, aber auch Teile aus Parteien hatten schon im Vorfeld ihre Unterstützung zugesagt.
Weitere Infos, Bilder und Filme zur Demo findet ihr hier...
Unsere DIVaN-Abordnung bei der Rückkehr auf dem Vaihinger Bahnhof:
Rückblick mit Video-Aufzeichnung des Vortrags von Andreas Zumach am 02.07.25 in Vaihingen in der Peterskirche
Die 80 anwesenden Personen folgten konzentriert der sachlich und fundiert vorgetragenen Analyse Zumachs zum Ukrainekrieg, den Reaktionen des Westens und den Krisengebieten in Nahost. Die
schriftliche Rückmeldung von ca. der Hälfte des Publikums war größtenteils positiv, man fühlte sich sehr gut informiert. Auf einer Skala von 0 (gar nicht gefallen) bis 10 (sehr gut gefallen)
erreicht der Vortrag einen Wert von 8,6.
Hören und sehen Sie selbst:
"Ukraine und Gaza - Bundeswehr an die Front?" - hat bereits stattgefunden
Vortrag von Andreas Zumach am 02. Juli 2025, 19:30 Uhr in der Peterskirche, Vaihingen an der Enz
Veranstaltung in Kooperation mit dem Friedesstammtisch Vaihingen
In Deutschland gibt es Pläne für einen neuen Wehrdienst. Bundesverteidigungs-minister Boris Pistorius sagt, wenn sich nicht genug Freiwillige melden, wird der Wehrdienst zur Wehrpflicht. Verteidigt die Ukraine unsere Freiheit und den Weltfrieden? Und sollen auch deutsche Soldaten die Ukraine unterstützen? Droht, dass junge Männer wieder in einem Krieg gegen Russland eingesetzt werden?
Die Sicherheit „der einzigen Demokratie im Nahen Osten“ und der Schutz vor ihren „terroristischen Feinden“ im Gazastreifen und anderswo gilt parteiübergreifend als "deutsche Staatsraison". Rechtfertigt diese Haltung die Teilnahme der Bundeswehr an einer internationalen Sicherheitstruppe zwischen Israel und Palästina?
Was sind die Alternativen? Diesen Fragen geht Andreas Zumach in seinem Vortrag nach. Er spricht über die tatsächlichen Herausforderungen und Bedrohungen in Europa und im Nahen Osten sowie über geeignete Mittel und Wege hin zu gerechten und nachhaltigen Friedenslösungen.
Ankündigung - Wir feiern für den Frieden am 9.5.25
Zum Europatag haben einige Prominente, darunter Ulrike Guérot, das "European Peace Project" ins Leben gerufen: Eine Welle des Friedens soll durch ganz Europa gehen. Alle Bürgerinnen und Bürger in
ganz Europa sind dazu aufgerufen, an vielen Orten und in vielen Sprachen am 9. Mai um 17 Uhr mit einem Manifest den Frieden auszurufen, sei es zu Hause zum Fenster hinaus oder gemeinsam an
vereinbarten Orten.
Auf Einladung von DIVaN und dem Friedensstammtisch treffen sich rund um Vaihingen/Enz alle Friedensbewegte, die das Manifest nicht alleine und von zu Hause aus verlesen möchten, unter dem
Motto "Wir feiern für den Frieden" ab 16:00 Uhr auf dem Vaihinger Marktplatz zum gegenseitigen Austauschen im Stehen oder bei Tischgesprächen, Sprechen ins Offene Mikrofon, Schreiben oder Malen
von Sprüchen und Erkenntnissen oder Bildern, Musizieren usw. Um Punkt 17 Uhr lassen wir gemeinsam das von uns etwas angepasste Manifest erschallen und wünschen uns viele Menschen allen Alters und
vielfältiger Herkunft dafür. An vier Strophen der Ode an die Freude, ebenfalls leicht angepasst, wollen wir uns ebenfalls gemeinsam versuchen.
Lust auf Frieden, Lust auf Feiern, Lust auf gemeinsame Aktionen? Dann sei / seien Sie dabei...
Hier geht es zur Seite des European Peace Projects mit Download für Plakate, Flyer, Fahnen
etc.
Das Vaihinger Manifest im Rahmen des "European Peace Project"
Heute, am 9. Mai 2025 – genau 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, der 60 Millionen Menschen das Leben kostete, darunter 27 Millionen Sowjetbürgern, erheben wir, als Bürgerinnen und Bürger Europas, unsere Stimmen! Wir distanzieren uns von der Handlungsweise unserer Regierungen und der EU, die die Lehren des 20. Jahrhunderts nicht gelernt haben. Die EU, einst als Friedensprojekt gedacht, wurde pervertiert und hat damit den Wesenskern Europas verraten! Wir, als Bürger Europas, nehmen darum heute, am 9. Mai, unsere Geschicke und unsere Geschichte selbst in die Hand. Wir erklären die Friedenspolitik der EU für gescheitert. Wir beginnen mit Bürger-Diplomatie und verweigern uns den geplanten immensen Kriegsausgaben der europäischen Staaten. Im Ukrainekrieg erkennen wir sowohl die Verantwortung Russlands als auch die Mitverantwortung des „Westens“, der europäischen Regierungen und der EU an diesem Konflikt an.
Wir, als Bürger Europas, treten mit dem European Peace Project für ein friedliches Europa ein. Wir reichen den Bürgerinnen und Bürgern der Ukraine und Russlands die Hand. Ihr gehört zur europäischen Familie, und wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam ein friedliches Zusammenleben auf unserem Kontinent organisieren können.
Wir haben die Bilder der Soldatenfriedhöfe vor Augen – von Wolgograd über Riga bis Lothringen. Wir sehen die frischen Gräber, die dieser sinnlose Krieg in der Ukraine und in Russland hinterlassen hat. Während die meisten EU-Regierungen und Verantwortlichen für den Krieg hetzen und verdrängen, was Krieg für die Bevölkerung bedeutet, haben wir die Lektion des letzten Jahrhunderts gelernt: Europa heißt „Nie wieder Krieg!“
Wir erinnern uns an die europäischen Aufbauleistungen des letzten Jahrhunderts und an die Versprechen von 1989 nach der friedlichen Revolution in der ehemaligen DDR. Wir fordern ein europäisch-russisches Jugendwerk nach dem Vorbild des deutsch-französischen Jugendwerks von 1963, das die „Erbfeindschaft“ zwischen Deutschland und Frankreich beendet hat. Wir fordern ein Ende der Sanktionen. Wir weigern uns, unsere Steuergelder für Rüstung und Militarisierung zu verschwenden, auf Kosten von Sozialstandards und Infrastruktur. Im Rahmen einer OSZE-Friedenskonferenz fordern wir die Schaffung einer europäischen Sicherheitsarchitektur mit und nicht gegen Russland, wie in der Charta von Paris von 1990 festgelegt. Wir fordern ein neutrales, von den USA emanzipiertes Europa, das eine vermittelnde Rolle in einer multipolaren Welt einnimmt.
Wir, als Bürger Europas, wollen diesen Krieg beendet haben! Wir machen bei Kriegsgemetzeln nicht mit. Wir machen aus unseren Männern und Söhnen keine Soldaten, aus unseren Töchtern keine Schwestern im Lazarett und aus unseren Ländern keine Schlachtfelder.
Wir bieten an, sofort eine Abordnung europäischer Bürgerinnen und Bürger nach Kiew und Moskau zu entsenden, um den Dialog zu beginnen. Wir werden nicht länger zusehen, wie unsere Zukunft und die unserer Kinder auf dem Altar der Machtpolitik geopfert wird.
Es lebe ein Europa des Friedens und der Freiheit
Ostermarsch Baden-Württemberg in Stuttgart: "Friedensfähig statt kriegstüchtig!" 19. April 2025
Am diesjährigen Ostermarsch werden viele unserer Mitglieder teilnehmen und wir laden alle Interessierten dazu ein, sich uns anzuschließen. Wir sind der Meinung, dass in der
heutigen Gemengelage die Ausrichtung auf Frieden wichtiger denn je ist und wir hoffen, dass viele Menschen auf den Ostermärschen in ganz Deutschland dafür ein deutliches Zeichen setzen.
Zum Ablauf in Stuttgart: Um 10:45 Uhr ist die Auftaktkundgebung vor der EUCOM in Stuttgart-Vaihingen mit anschließendem Fahrradkorso für den Frieden zum Schlossplatz, wo genau 89 Sekunden vor 12
– dem Stand der Weltuntergangsuhr - die Kundgebung beginnt. Um ca. 13 Uhr setzt sich der Ostermarsch durch die Innenstadt in Bewegung und endet gegen 14 Uhr zur Abschlusskundgebung wiederum auf
dem Schlossplatz. Es reden u. a. Landesbischof Friedrich Kramer aus Magdeburg, Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland und Ajla Salatovic von Fridays for Future.
Für Gruppentickets treffen wir uns am Haupteingang des Vaihinger Bahnhofs am ersten Fahrkartenautomat. Alle diejenigen, die zur EUCOM möchten und ihr Fahrrad mitnehmen wollen, finden sich schon
um 9 Uhr ein, Abfahrt ist um 9:10 Uhr, alle anderen um 10:55 Uhr mit Abfahrt um 11:08 Uhr zur Kundgebung am Schlossplatz. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der
Friedenskooperative hier https://www.friedenskooperative.de/termine/ostermarsch-bawue-2025-in-stuttgart.
Vortrag Dr. Jonas Tögel: "Demokratie in Gefahr? - Meinungslenkung erkennen und verstehen" - Nachlese
Die Presse
Die Bietigheimer Zeitung war selbst vor Ort und hat berichtet. Hier geht es zum Artikel...
Unser langähriges Mitglied Elke Schenk hat ebenfalls einen (in unseren Augen hervorragenden) Artikel zur Veranstaltung verfasst, den wir bei unserer lokalen Vaihinger Kreiszeitung mit der Bitte um Veröffentlichung eingereicht haben. Wir bekamen die Rückmeldung, dass man den Artikel so nicht drucken wolle, da er die Situation zu einseitig schildere. Auch den Artikel der Bietigheimer Zeitung hätte man so nicht drucken wollen. Begründung: Die Inhalte seien einseitig, ausschließlich NATO-kritisch und die Autokratien würden verschont. Daraufhin haben wir unseren Artikel abgesehen von einigen Absätzen komplett neu geschrieben, und dabei die konkreten Beispiele, die Tögel genannt hatte und die wohl hauptsächlich Stein des Anstoßes waren, weggelassen und erneut eingereicht. Diese Version wurde dann auch am 25.10. veröffentlicht (s.u.), allerdings hat die Redaktion den markierten Text eingefügt.
Wir meinen:
Ein Bericht gibt wieder, was der Vortragende vermittelt hat. Sollte man als Redaktion nicht mit den Vortragsinhalten einverstanden sein, wäre das korrekte Vorgehen, dass man dies gesondert im
Rahmen eines Kommentars kundtut. Wir wollen den Fall noch einmal aufgreifen und mit der VKZ besprechen.
"Demokratie in Gefahr? - Meinungslenkung erkennen und verstehen" - hat bereits stattgefunden
Vortrag von Dr. Jonas Tögel
Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Beruflichen Schulzentrum Bietigheim-Bissingen statt, dort ist auch der Veranstaltungsort.
Wesentlicher Bestandteil demokratischer Gesellschaften ist es, jedwede vorherrschende Meinungsmacht zu verhindern und zu gewährleisten, dass sich die Bürgerinnen und Bürger ihre Meinung und ihren
politischen Willen frei bilden können.1)
Dass dabei verschiedene philosophische, politische und religiöse Richtungen um die Meinungshoheit und die "Wahrheit" konkurrieren, ist selbstverständlich und kann in offener Debatte ausdiskutiert werden. Was aber, wenn es offizielle Institutionen wie z.B. die NATO gibt, die eine bestimmte Meinung unterhalb der Schwelle der bewussten Wahrnehmung in das menschliche Gehirn einschleusen wollen und dies auch erfolgreich bewerkstelligen? Dass Werbung dies versucht, wissen wir schon längst. Aber ist uns wirklich klar, in welchem Ausmaß die inzwischen gut erforschten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus den Bereichen Psychologie, Soziologie und Neurologie bereits genutzt werden und - gepaart mit den Möglichkeiten unserer digitalisierten Welt - dadurch z. B. auch unsere politischen Ansichten in eine gewünschte Richtung gelenkt werden können, ohne dass wir es merken? Wie können wir solche verfeinerten Methoden erkennen, verstehen und uns erfolgreich dagegen wehren?
Auf diese und weitere Fragen wird Dr. Jonas Tögel in seinem Vortrag eingehen, indem er uns aufklärt über Soft-Power-Techniken, die Auswirkung von Propaganda auf unsere demokratische
Gesellschaft und das so genannte Nudging. Die kognitive Kriegsführung, offizielles Natoprogramm seit 2020, die Dr. Tögel in seinem gleichnamigen Spiegelbestseller ausführlich beschreibt, wird er
uns ebenfalls vorstellen.
Dr. Jonas Tögel ist Amerikanist und Propagandaforscher. Er hat zum Thema Soft Power und Motivation promoviert und arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Psychologie der
Universität Regensburg. Seine Forschungs-schwerpunkte sind unter anderem Motivation, der Einsatz von Soft-Power-Techniken, Nudging, Propaganda sowie epochale Herausforderungen des 20. und 21.
Jahrhunderts. Hier der Link zu seiner Webseite: www.jonastoegel.de
1) Siehe z. B. hier: Bundeszentrale für politische Bildung in der Einleitung zum Artikel "Meinungsbildung und Kontrolle der Medien":
https://www.bpb.de/themen/medien-journalismus/medienpolitik/172240/meinungsbildung-und-kontrolle-der-medien/
Fahrraddemo in Vaihingen am Freitag, 13. September 2024
Wir unterstützen die neugegründete Initiative Fahrradaktive Vaihingen an der Enz "Favae" und rufen dazu auf, bei der 6 km langen Fahrradtour durch Vaihingen mitzuradeln und mit möglichst vielen Menschen auf die Schwachstellen der Fahrradführung in unserer Stadt aufmerksam zu machen.
Dia-Vortrag "Fernes, weites Land - ein Reisebericht in Bildern" - hat bereits stattgefunden
Mittwoch, 28. August, 19:30 unter dem Torbogen des Gasthaus zum Engel, Stuttgarter Straße 2, 71665 Vaihingen - Nähe Marktplatz
Die Diefenbacher Lerntherapeutin Annegret Brose hat uns in ihrem Vortrag mit viel Herz einen Einblick in ihre Sicht auf Russland geben. Auf ihrer ca. 3-wöchigen Reise im August 2023 hat sie vor allem Moskau und die biologisch-dynamische Landwirtschaft in Tushkovo besucht, eine russisch-deutsche Kooperative ca. 300 km südlich von der russischen Hauptstadt. Die ca. 20 anwesenden Personen haben ihr gerne zugehört. Bei den Fragen im Anschluss wurde deutlich, dass einiege einen direkten Bezug zu Russland hatten, sei es, dass sie selbst schon einmal dort waren, sei es, dass ihre Väter während des zweiten Weltkrieges dort waren.
Sommercamp 2024 für russische und deutsche Jugendliche in Tushkovo
Wer sich vorab über die Kooperative informieren will, erhält in dem folgenden Newsletter einen kleinen Überblick über die momentanen Aktivitäten:
Debattenräume öffnen - Mit Andersdenkenden ins Gespräch kommen II
Klimawandel II - Was tun? Mittwoch, 20. März 2024, 19:30 Uhr im Café VAI, OG, Stuttgarter Straße 36, Vaihingen an der Enz
Es ist wieder soweit: Wir setzen unsere Veranstaltungsreihe fort. Damit knüpfen wir auf vielfachen Wunsch an unser letztes Thema "Klimawandel - Katastrophe oder Schwindel?" im Oktober 2023
an.
Diese Gesprächsreihe begreifen wir als Experiment für ein gutes demokratisches Miteinander, sowohl in der Kommunikation, als auch in der Entscheidungsfindung und im gemeinsamen Handeln.
In unserer ersten Veranstaltung haben wir uns unter Zuhilfenahme der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg über Fakten, ausgelösten Gefühle und zugrundeliegender Bedürfnisse Gedanken
gemacht und ausgetauscht. (Den Rückblick finden Sie auf dieser Seite weiter unten.) In der zweiten Veranstaltung soll es nun um die konkrete Handlungsebene gehen. Vorschläge sollen gemacht und
diskutiert werden, wieder sind Kreativität und Mitmachen gefragt. Auch dieses Mal wollen wir mit einem neuen demokratischen Instrument experimentieren: Die systemische Konsensierung soll uns
helfen, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen.
Sie führt nachweislich zu zufriedenstellenderen Ergebnissen als das sonst übliche Prinzip der Mehrheitsentscheidung, bei der immer eine mehr oder wenig große Minderheit verliert und unzufrieden
bleibt.
Dabei laden wir ausdrücklich alle Interessierten ein, gleich welche Einstellung zum Klimawandel sie haben. Der Debattenraum ist offen, Andersdenkende können und sollen miteinander ins Gespräch
kommen.
Rückblick auf die Veranstaltung "Klimawandel - Katastrophe oder Schwindel?"
Um es kurz zu machen: Der Großteil der 25 Anwesenden gab positive Rückmeldung, die Veranstaltung war aus deren und unserer Sicht ein voller Erfolg.
Es gab einige, die der Meinung sind, dass der Mensch gar keinen Anteil am Klimawandel hat und es gab einige, die eine 100 %-igen Anteil durch den Menschen und dessen Aktivitäten unterstellen. Die Mehrheit bewegte sich mit 40, 50 und 60 % irgendwo dazwischen. D.h. es war eine große Bandbreite an Überzeugungen im Raum. Konsens war allerdings, dass das Klima sich gewandelt hat bzw. noch wandelt, niemand bestritt den Klimawandel als solches. Außerdem waren fast alle in der Runde der Meinung, dass man sich zu sehr und ausschließlich auf das CO2 konzentriere.
Ziel der Veranstaltung war es, trotz dieser großen Meinungsspektrums eine gute Gesprächsatmosphäre schaffen und das ist in der Tat gelungen. Man ließ sich ausreden und zollte jedem Redner Respekt. Man ließ sich bereitwillig auf das Thema "Gefühle" und "Bedürfnisse" ein, wie es die gewaltfreie Kommunikation will. Auch auf der Handlungsebene gab es am Ende noch viele Ideen, allerdings reichte die Zeit nicht mehr, um hier in die Tiefe zu gehen. Bei der Frage, ob die Veranstaltungsreihe fortgesetzt werden solle und ggf. mit welchen Themen, kam ganz spontan der Vorschlag, doch genau dieses Thema fortzusetzen, es mit der Frage "Was tun?" weiter zu diskutieren und sich vielleicht sogar auf das eine oder andere Projekt oder eine Vorgehensweise zu einigen. Auf diesen Vorschlag werden wir im nächsten Jahr gerne eingehen.
Experiment: Neue Veranstaltungsreihe „Debattenräume öffnen – Mit Andersdenkenden ins Gespräch kommen“
1. Thema: Klimawandel – Katastrophe oder Schwindel? Mittwoch, 18. Oktober 2023, 19:30 – ca. 21:30 Uhr, Einlass ab 19 Uhr, im Löwensaal der Stadthalle in Vaihingen/Enz
Wir experimentieren mit einem neuen Diskussionsformat in Anlehnung an die Gewaltfreie Kommunikation von Marshall Rosenberg.
Strittige Themen werden in 4 Schritten bearbeitet:
1. Fakten (was ist und was ist nicht?)
2. Gefühle (Was fühlen wir?)
3. Bedürfnisse (Was brauchen wir?)
4. Handlung (Was ist zu tun?)
Ziele:
- Möglichst viele der Anwesenden beteiligen sich aktiv.
- Wir erkennen den jeweilig Andersdenkenden als wertvollen Mitmenschen an, der uns mit seiner Sicht der Dinge hilft, unsere eigene Ausrichtung zu überprüfen und ggf. zu erweitern oder sogar zu ändern. Wir begegnen uns respektvoll und auf Augenhöhe, auch wenn wir in manchem oder vielem nicht übereinstimmen.
- Wir haben nach der Veranstaltung einen klareren und erweiterten Blick auf das Thema und können unser Handeln danach ausrichten.
Unsere erste Veranstaltung wird sich rund um das Thema Klimawandel drehen. Das Konfliktpotential ist hoch: Die einen kleben sich auf unseren Straßen fest, um die Katastrophe sicht- und fühlbar zu
machen, die anderen bestreiten jeglichen Zusammenhang der Klimaänderung aufgrund menschlicher Aktivitäten. Die einen sagen, die Katastrophe ist nicht mehr abwendbar, es ist also sowieso egal, was
wir tun. Andere sind sich sicher, dass wir die Folgen mit neuer Technologie und entsprechenden Gesetzen in den Griff bekommen können und müssen. Wieder andere bekommen die Folgen und Kosten
hautnah zu spüren und fühlen sich in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. Nicht wenige finden Veränderung zwar notwendig, wollen ihr eigenes Leben jedoch nicht ändern.
In der Regel ist es viel angenehmer und einfacher, uns mit Gleichgesinnten zu umgeben als uns mit Andersdenkenden auseinanderzusetzen. Letzteres ist anstrengend und führt oft zu erbittertem
Streit oder absoluter Trennung. Der jeweils andere wird als dumm, uninformiert oder fehlgeleitet wahrgenommen, eine Annäherung scheint unmöglich. Beste Beispiele sind in den letzten Jahren die
Diskussionen um Stuttgart 21 hier in unserem Land, um Migration, Corona und den Ukrainekrieg sogar weltweit.Teilweise zerbrechen Freundschaften und Familien an den scheinbar unüberbrückbaren
Meinungsverschiedenheiten.
Wer sich dem Thema auf eine andere Weise als in trauter Einigkeit innerhalb der eigenen Blase oder alternativ in Streit und Konflikt mit „den anderen“ nähern will, ist ganz herzlich eingeladen,
an diesem demokratischen Experiment teilzunehmen und so womöglich den eigenen Erfahrungshorizont zu erweitern.
Eine Minute für den Frieden
Wir treffen uns am Samstag, den 25. Februar 2023, und allen folgenden Samstagen, jeweils um 12 Uhr, am Brunnen auf dem Vaihinger Marktplatz
Unter dem Eindruck des andauernden Syrienkriegs und anderer kriegerischen Auseinandersetzungen auf der ganzen Welt initiierten unsere beiden Mitglieder Martina Staiger und Renate Quiring das Projekt "Eine Minute für den Frieden". So wurde es für jedermann möglich, sich samstags um Punkt 12 Uhr für eine Minute in Stille am Vaihinger Marktplatzbrunnen einzufinden. Das erste Mal traf man sich am 24.12.2016 und seitdem gibt es diese Friedensminute mit ganz wenigen Ausnahmen jeden Samstag mit unterschiedlicher Anzahl von Menschen seit nunmehr über 6 Jahren.
Die Friedensinitiative von Sahra Wagenknecht, Alice Schwarzer und General Vad a.D. ruft für den kommenden Samstag, dem 25.02.2023, zu einer großen Friedensdemonstration in Berlin auf. Lasst uns auch in Vaihingen ein Zeichen setzen. Wir laden alle, die für Frieden einstehen und nicht nach Berlin fahren wollen oder können, ganz herzlich ein, sich mit uns an diesem Tag um 12 Uhr mindestens eine Minute in Stille friedlich um den Brunnen des Vaihinger Marktplatzes zu stellen. Und gerne auch an allen folgenden Samstagen...
Reaktion auf unsere Bitte um Deeskalierung (siehe unten)
Um es kurz zu machen, die Antwort auf unseren Brief an die Vaihinger Verwaltung und den Gemeinderat (siehe unten) war überschaubar. Weder Verwaltung noch Stadträt:innen haben sich mit uns in Verbindung gesetzt. Allein Wir in Vaihingen hat sich unserer Bitte angeschlossen und den Brief im Verwaltungsausschuss am 5.12.22 vorgebracht. Dort wurde er mehrheitlich abgelehnt, ebenfalls im Ältenstenrat am Tag darauf. Oliver Luithle von Wir in Vaihingen hat in der Gemeinderatssitzung vom 14.12.22 noch einmal nachgefragt. OB Skrzypek begründete die Ablehnung des Ansinnens sinngemäß: "Die Friedensinitiative in allen Ehren, aber der Ukraine darf man ihre Verteidigung nicht verwehren." Die VKZ berichtete, uns selbst hat jedoch niemand kontaktiert. Schade.
Ukrainekrieg: Bitte um Deeskalierung
DIVaN bittet die Gemeinderäte und die Verwaltung der Stadt Vaihingen, einen Deeskalations-Brief an die Bundesregierung zu senden
Die Stadt Königs Wusterhausen in Brandenburg hat es vorgemacht. Sie hat einen Brief an die Bundesregierung verfasst, in dem sie Deeskalation einfordert. DIVaN hat am 4.12.22 die Verwaltung und die Gemeinderäte per Mail gebeten, es Königs Wusterhausen gleich zu tun und einen ähnlichen Brief an unsere Regierung zu versenden und einen Formulierungsvorschlag beigefügt.
Hier unsere Mail im Wortlaut:
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Skrzypek, sehr geehrter Herr Berg, sehr geehrte Frau Braun-Frederick, sehr geehrte Frau Eberle, sehr geehrter Herr Hangstörfer, sehr geehrter Herr Prof.
Lachenmann, sehr geehrter Herr Luithle, sehr geehrter Herr Schimke, sehr geehrte Frau Dr. Wagner, sehr geehrter Herr Zucker,
die Stadt Königs Wusterhausen in Brandenburg hat einen Vorstoß gemacht und sich als Kommune an die Bundesregierung gewandt mit der Bitte, im Ukrainekrieg zu deeskalieren und sich engagiert
für Friedensverhandlungen einzusetzen. DIVaN e.V. möchte nun anregen, dass auch die Stadt Vaihingen und möglichst viele weitere Städte diesem Beispiel folgen. Denn letztendlich sind die Kommunen
und wir Bürger:innen die Leidtragenden. Die Kommunen sorgen für die Geflüchteten und alle Steuerzahler:innen haben die Ausgaben für den militärischen Einsatz genauso zu tragen wie die spätere
Hilfe zum Wiederaufbau. Ganz abgesehen davon, dass der fortdauernde Krieg kontraproduktiv für unsere Klimaziele ist und Deutschland mit ca. 25 US-amerikanischen Militärbasen bei einer möglichen
Ausweitung des Krieges zu hoher Wahrscheinlichkeit direktes Angriffsziel für Russland werden könnte.
Auf der anderen Seite bringt die Verlängerung des militärischen Einsatzes den Ukrainier:innen weitere Zerstörung und großes Leid.
Im Anhang finden Sie - in Anlehnung an den Brief von Königs Wusterhausen - unseren Vorschlag eines solchen Briefes mit der Bitte, sich nach Austausch innerhalb Ihrer Fraktionen mit der
Verwaltung zu verständigen und ggf. einen entsprechenden Beschluss im Gemeinderat zu fassen.
Über eine positive Antwort würden wir uns sehr freuen. Herzlichen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Demokratie-Initiative Vaihingen/Enz + Nachbarn DIVaN e.V.
Renate Quiring, Martin Stader und Josef Folgszinger





